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Karma nix machen?

"Taoismus" von Heino Basse
"Es ist Unsinn sagt die VernunftEs ist was es ist sagt die Liebe Es ist Unglück sagt die BerechnungEs ist nichts als Schmerz sagt die AngstEs ist aussichtslos sagt die EinsichtEs ist was es ist sagt die Liebe Es ist lächerlich sagt der Stolz Es ist leichtsinnig sagt die Vorsicht Es ist unmöglich sagt die Erfahrung Es ist was es ist sagt die Liebe" (Erich Fried)
Wir leben in einer Dualität oder auch Polarität, hier symbolisiert durch die beiden Urkräfte Yin (weiblich) und Yang (männlich). Diese Trennung ist jedoch überall zu finden: Ich und Du, Himmel und Erde, Tag und Nacht, Göttliches Sein und menschliches Sein, oben und unten, rechts und links, gut und böse...hoppla...das letzte Beispiel ist ja eine Bewertung...wie kommt die denn da hin? Genau DAS soll hier Thema sein: Bewertung als "Trennmittel" Der Begriff "Sünde" kommt aus dem Hebräischen und bedeutet nichts anderes als "Trennung". Jede Missetat ist eine Trennung von der Liebe. Eine Abkehr vom Großen Ganzen. Betoniert wird diese Schlucht durch Schuld und Scham. Dann geht wirklich nichts mehr. Ja natürlich: hier läuft der Ego-Film. Nun wissen wir, dass das Ego uns vor größerem Schaden bewahrt hat und dementsprechend nicht zu verdammen ist. Wie kommen wir nun bloß von der Trennung (=Ego) wieder zur Liebe? Ohne Urteil? Ohne Schuld- und Schamgefühl? Umkehr und damit Demut, Reue und Buße. Das klingt zu sehr nach Kirchensprache? Wir übersetzen das! Demut = Der Kopf verneigt sich vor der Liebe und dem Gefühl
Reue = Bemühen um Einsicht statt Schuldgefühle zu pflegen
Buße = Wiedergutmachung, wenn es angebracht ist und in angemessener Form Die Buddhisten & Co gehen davon aus, dass genau DAS das karmische Prinzip ist: zurück zur Einheit, zurück zur Liebe und zum Paradies. Die Seele sucht daher nach Ausgleich. Habe ich was verbockt, kreiert meine Seele ein ähnliches Szenario, bei dem ich auf der anderen Seite stehe! Ihr merkt: jeder Schicksalsschlag oder jedes Missgeschick ist danach eine Wirkung aus einer verursachten Missetat gegen die allumfassende Liebe aus diesem oder vergangenen Leben. Das nennt man das "Gesetz der Resonanz".
Heftig und unangenehm. Da bäumt sich das selbstbestimmte ICH auf und sagt: Bin ich hier nur ein Hansel auf der Schulbank? Unsere Antwort: So sieht es aus!
Damit sind wir bei Ursache und Wirkung, Liebe als Lernziel und ab geht die Post mit Schuld, Scham und sonstigem moralischen Blödsinn. Wer braucht so einen Quatsch? Das ist Bewertung, die niemals zur Umkehr führt! Funktioniert nicht. Nur wer sich selbst sein liebloses Verhalten eingestehen kann ohne sich zu verurteilen und sich versteht, kann zur Liebe zurückfinden, meinen wir. Fazit: Der Geist trennt uns durch moralische Bewertung von der Liebe und das karmische Prinzip lenkt uns wieder Richtung Einheit. Wir lernen aus Erfahrung und nicht durch "Fehler"
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