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Spaßbremsen

 

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Deutschland ist eine Republik der Spaßbremsen.

Glaubt ihr nicht?
Dann hört euch doch mal einige Sprichwörter an:
 
  • Den Vogel, der morgens singt, holt abends die Katze
  • Übermut tut selten gut!
  • Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.
  • Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis.
  • Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht.
  • Man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist!
 
und, und, und....
 
Janine (siehe Netzwerk) und ich haben uns kaputt gelacht, als wir das mal zusammengetragen haben.
 
In dieser Atmosphäre sind wir aufgewachsen und sind geprägt worden durch weitere Nettigkeiten wie:
 
  • Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr
  • Früh krümmt sich, was ein Haken werden will
  • Erst die Arbeit, dann das Vergnügen
  • Wer feiern kann, muss auch arbeiten können
  • Müßiggang ist aller Laster Anfang
  • Lehrjahre sind keine Herrenjahre
  • Ein Meister ist noch nicht vom Himmel gefallen
 
Ach, langweile ich euch mit dem ollen Zeug? So ist aber Deutschland...nur mal so in unsere preußische Ursuppe geschnuppert. Wer sowas noch nie gehört hat, kann ja mal Mama oder Papa fragen. Ich kenne es jedenfalls noch sehr gut.
 
Was will ich mit diesen Sprüchen erreichen?
 
Mitgefühl! Tief empfundenes Mitgefühl mit uns selber, wenn wir uns wegen Lappalien, bildlich gesprochen, die Bratpfanne auf den Kopp hauen und uns mit Selbstkritik fertig machen, wenn mal was nicht perfekt läuft. Wir sind so. Lasst uns unseren urpreußischen Leistungswillen und unser Pflichtbewusstsein darum nicht übel nehmen. Das hat ja alles auch zwei Seiten, aber oft lassen wir uns durch unsere Haltung von vornherein bremsen.
 
Darum sollte „Bitte definieren Sie den Begriff Fehler!" eine unserer Prüfungsaufgaben sein, wenn mal was schief läuft!
 
Haben sich vermeintliche „Fehler" nicht meist als Segen nach einiger Zeit herausgestellt? Was oder wer wären wir ohne diese Entscheidungen heute? Würden wir bei einer 2. Chance wirklich anders handeln?
 
Ich behaupte: Es gibt keine Fehler und es ist nur eine Frage der Zeit, wann wir das im Einzelfall einsehen.
 
Also: Fuß von der Spaßbremse und ran an Erfahrungen!
(Elke)